Der Tropische Tomatenbaum in Blüte

Tropische Baumtomate, reifende Tamarillos, Früchte des Tropischen Tomatenbaums
Tropische Baumtomate, reifende Tamarillos, Früchte des Tropischen Tomatenbaums

Unser hauseigener Tropischer Tomatenbaum, die Tamarillo (Solanum betacea), erfreut sich bester Gesundheit. Nicht, dass deren Gesundheit etwas Besonderes wäre, es ist jedesmal eine Freude beobachten zu können, wie enthusiastisch sich diese Pflanze dem Verlauf der Vegetationsperiode hingibt.

Seit Austriebsbeginn Anfang April, reckt sich unsere Tamarillo der Sonne entgegen und spendet anderen niedrigwüchsigen floralen Gestalten angenehmen Halbschatten. Die Tamarillo wird übrigens auch häufig als Baumtomate bezeichnet und hört ebenfalls auf den botanischen Namen Cyphomandra betacea.

Das saftig dunkelgrüne Blattwerk der Pflanze verströmt bei Berührung einen schwachen Duft, welcher nicht jedermanns Sache ist. Aber, wer streichelt seine Pflanzen schon regelmäßig?

Bei uns fühlt sich die recht pflegeleichte Tamarillo seit Jahren wohl und beglückt regelmäßig mit ansehnlichem Fruchtbehang. In der warmen Jahreszeit, wenn die Temperaturen des Nachts nicht mehr unter 12° C fallen, nimmt der Tropische Tomatenbaum auch gern einen geschützten Standort im Freien an. Geschützt deshalb, weil sein Blattwerk dem aufkommenden Wind eine massive Angriffsfläche bietet und die Kübelpflanze aus diesem Grund schnell umfallen und Schaden nehmen könnte.

Der Nährstoff- und Wasserbedarf des Tomatenbaums ist hoch, witterungsabhängig sogar sehr hoch. Solanum betaceum liebt konstante Substratfeuchtigkeit, mag jedoch keine Staunässe. Vor allem während sommerlichen Hitzeperioden sollten regelmäßige Wassergaben erfolgen, um den Bedarf der Pflanze kontinuierlich decken zu können. Aber Achtung: dauerhafte Staunässe ist zu vermeiden, Vorsicht bei Untersetzern.

Tropischer Tomatenbaum, Blüte der Tamarillo
Tropischer Tomatenbaum, Blüte der Tamarillo

Die Überwinterung der Tamarillo ist ebenfalls recht einfach zu bewerkstelligen: frostfrei, ideal zwischen 8° und 20° C an einem hellen Ort. Gießen in der dunklen Jahreszeit nur sporadisch, damit der Wurzelbereich nicht austrocknet, eine gewisse Grundfeuchte sollte stets beibehalten werden, immer in Abhängigkeit zum Bedarf der Pflanze. Häufig kommt es während der Überwinterung zum teilweisen oder vollständigen Blattverlust, was dann auch eine etwas dunklere Überwinterung ermöglicht. Der Neuaustrieb erfolgt zumeist ab April, wenn Umgebungstemperatur und Lichtintensität merklich steigen.

Zurück zu unserer hauseigenen Baumtomate, welche uns in den vergangenen Jahren zuverlässig mit einer Ernte leckerer Tamarillos versorgte. Der Blütenreichtum ist in diesem Jahr besonders ausgeprägt, fast schon exorbitant.

Die reiche Blüte lässt auf einen überdurchschnittlichen Fruchtbehang hoffen, auf dem Bild ist ein erster Fruchtansatz bereits zu erkennen. Wir sind gespannt und warten ab, sicher werden wir die Früchte später etwas ausdünnen müssen, damit die Pflanze ihren schönen Habitus beibehalten kann und mit der Fruchtausbildung nicht überfordert wird.

In der Literatur wird häufig beschrieben, dass Tamarillobäume zumeist ein Alter von drei bis vier Jahren erreichen. Dieser Aussage können wir getrost widersprechen, unser Tomatenbaum hat mittlerweile ein Vielfaches von diesem Wert erreicht.

Übrigens lässt sich der Tropische Tomatenbaum nicht nur aus Samen heranziehen, auch die Stecklingsvermehrung bietet sich bei dieser Pflanzenart an. Etwa bleistiftstarke Triebe,oder etwas stärker, mit einer Länge von gut 20 cm, können der Pflanze mit einem scharfen Messer abgenommen werden. Von diesen Trieben werden gut 60 bis 80% der Belaubung entfernt (die Triebspitze sollte verschont werden). In ein mit Aussaatsubstrat gefülltes Pflanzbehältnis wird die Basis des Stecklings nun etwa 10 bis 12 cm tief eingebracht, behutsam angedrückt und konstant leicht feucht gehalten. An einem schattigen Plätzchen mit moderaten Temperaturen (18° bis 25° C) wird sich zumeist innerhalb 6 bis 8 Wochen ein Austrieb am Steckling bemerkbar machen, welcher die erfolgreiche Vermehrung dieser Pflanzenart besiegelt.

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