Pflanzen-Kultur-Hinweise

Trachycarpus fortunei

Chinesische Hanfpalme

In der warmen Jahreszeit, im Sommer

Standort

Hell, sonnig und warm, Halbschatten wird toleriert. Von April bis in den November hinein ist für Hanfpalmen ein Standort im Freien empfehlenswert. Beim Ausräumen der Palmen im Frühjahr nicht sofort einen vollsonnigen Standort wählen, die Pflanzen müssen nach der lichtarmen Überwinterung erst wieder an die erhöhte UV-Strahlung der Sonne gewöhnt werden. Andernfalls drohen sogenannte Verbrennungen an den Blättern, welche sich durch braune, unregelmäßige Flecken an den Wedeln bemerkbar machen. Die Eingewöhnungsphase erfolgt an halbschattigen bis schattigen Standorten und sollte etwa 10 bis 14 Tage dauern.
Eine ganzjährige Kultur in ungeheizten oder beheizten Wintergärten oder lichtreichen Räumen ist möglich.

Gießen

Das Gießen der Hanfpalme erfolgt durchdringend, damit auch die stark durchwurzelten Substrat-Areale gut durchfeuchtet werden. Anschließend wird vor dem nächsten Gießen abgewartet, bis das Substrat sehr gut abgetrocknet ist. In heißen Sommerwochen geschieht das bereits nach ein bis drei Tagen, kann in kälteren Perioden auch erst nach mehr als einer Woche der Fall sein. Erst nach diesem gründlichem Abtrocknen erfolgt das nächste Gießen der Chinesischen Hanfpalme.

Düngen

Der Nährstoffbedarf der Hanfpalme ist mäßig. Von April bis September wird 14-tägig flüssiger Volldünger verabreicht, alternativ kann im April und Juni Langzeitdünger zur Anwendung kommen.

In der kalten Jahreszeit, im Winter

Standort

Hanfpalmen in Kübelhaltung werden hell und frostfrei bei Temperaturen zwischen 0° und 12° C überwintert. Das kurzzeitige Temperaturminimum liegt bei -15° C.
Ausgepflanzt im Weinbauklima, mit entsprechendem Winterschutz aus Laub und Reisig, womit der Wurzelbereich bedeckt wird. Ab Mitte / Ende Dezember werden die Wedel in einem Vlies eingeschlagen, um die Palmenspitze, das Vegetationszentrum der Hanfpalme, vor Nässe und der Wintersonne zu schützen. Anfang März wird der Schutz aus Vlies wieder entfernt.

Gießen

​Auch in der dunklen Jahreszeit sollte der Wechsel aus Feuchtigkeit und Abtrocknen des Substrates erhalten bleiben. Die Gieß-Intervalle werden sich also merklich verlängern.

Allgemein

Kultur-Substrat

​Wir empfehlen hochwertige Kübelpflanzen-Erde, der etwas Sand und weitere grobkörnige Anteile (Blähton, feiner Kies, Lavagrus, Splitt) zur besseren Drainage beigemischt werden. Ebenfalls hat sich die Zugabe von Kokos-Quellerde bewährt. Das Substrat erhält hierdurch eine hohe Strukturstabilität, wird luftig und locker gehalten und das Wasser- und Nährstoff- Speichervermögen wird optimiert.

Umtopfen

Für Hanfpalmen sind hohe Pflanztöpfe zu bevorzugen. Die Wurzeln der Palmen streben in die Tiefe des Substrates und stemmen sich selbst recht bald aus flachen Gefäßen heraus. Ideal für Hanfpalmen sind daher Pflanzgefäße, welche etwa 1/3 höher als breit sind.

Schnitt

​Im Frühjahr werden braune Blätter erst dann abgeschnitten, wenn sie vollkommen eingetrocknet sind. Es bleibt beim Schneiden jeweils ein gutes Stück des Blattstiels erhalten. Das Vegetationszentrum befindet sich bei Hanfpalmen im oberen Stammbereich, dort, wo die frischen Wedel erscheinen. Dieser Bereich darf bei Palmen niemals gekappt werden.

Schädlinge

​Hanfpalmen sind überwiegend schädlingsfrei. Als Folge wiederholter Trockenperioden oder auch trockener Heizungsluft beim Überwintern der Palme kann es zum Befall mit Spinnmilben kommen. Vorbeugend werden die Palmenwedel regelmäßig mit möglichst kalkarmem Wasser (Regenwasser) besprüht oder überbraust. Während der Überwinterung können sich weiterhin Schildläuse oder Wollläuse einstellen.